Try
Über das Magazin

Try — was hinter der Try-Line tatsächlich passiert.

Try ist ein deutschsprachiges Magazin für Rugby, Sevens und europäischen Wettkampf im DACH-Raum. Wir schreiben für Rugby-Aficionados (geschätzte 15.000 aktive Spieler im DRV plus die Frauen-Bundesliga-Spielerinnen), für Mitglieder der etwa 130 deutschen Rugby- Vereine, für DRV-Funktionär:innen, für Rugby-Schiedsrichter:innen und Sportlehrer:innen, für Trainer:innen aller Ausbildungs-Stufen, für Sportwissenschafts-Studierende mit Mannschafts- Sport-Schwerpunkt, für deutsch-britisch-irisch-französische Rugby-Beobachter:innen, für die DACH-Six-Nations-Zuschauer:innen-Community. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: Rugby ist präzise handwerkliche Mannschaftssport-Disziplin — kein Hooligan-Sport und kein elitäres Schul-Spiel.

Acht Ressorts — Sevens, 15s, DRV, Europa, Welt, Vereine, Praxis, Aktuell — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um ein einzelnes Six-Nations-Spieltag-Wochenende, manchmal hängt ein ganzer Band an einer HSBC-SVNS-Saison-Bilanz. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf einer Six-Nations-Bilanz und einem Stand der HSBC-SVNS-Saison als programmatischem Auftakt.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen Welt-Spitze und deutscher Realität. Rugby als Disziplin hat seine global organisierte Form mit der World Rugby (vorher IRB seit 1886) als Aufsichts-Spitze, dem Rugby World Cup seit 1987 als der zentralen Wettkampf-Krone und dem Six Nations Championship als der europäischen Tier-1-Linie. Die deutsche Rugby- Tradition reicht über den DRV seit 1900 (Gründung in Kassel) zurück, mit Heidelberg als der kontinuierlichen Hochburg (Heidelberger RK seit 1872 als ältester Rugby-Verein Deutschlands, SC Neuenheim und RG Heidelberg als die zwei weiteren Heidelberg-Spitzenvereine, die zusammen die Bundesliga-Dominanz tragen), Berlin als die zweite Tradition (Berliner SV 92), Hannover mit Hannover 78 als die niedersächsische Linie. Die Rugby-Sevens-Disziplin seit Olympia 2016 hat das Format der zwei 7-Minuten-Halbzeiten und sieben Spielern global popularisiert; die HSBC SVNS Welt-Tour bietet die wöchentlichen Etappen mit Dubai, Kapstadt, Hongkong, Singapur, Vancouver, Los Angeles, London, Madrid, Perth und Hamilton als den etablierten Standorten. Wir behandeln Rugby als das, was es ist: präzise handwerkliche Mannschaftssport- Disziplin mit eigener Regel-Architektur und gewachsener Verbands-Tradition. Wir würdigen die Tradition und prüfen die Welt-Spitzen-Realität gleichzeitig.

Geschrieben ist Try für Rugby-Spieler:innen, die ihre Mannschafts-Praxis reflektieren wollen; für Mitglieder der DRV-Vereine, die zwischen Bundesliga-Wechsel-Realität und Jugend-Förderungs-Aufgabe pendeln; für Schiedsrichter:innen und Trainer:innen, die ihre Regelkenntnisse mit der laufenden World-Rugby-Law-Aktualisierung abgleichen; für Sportwissenschafts- Studierende, die ihre Mannschaftssport-Forschung um Praxis-Berichte ergänzen wollen; und für Six-Nations-Zuschauer:innen, die belastbare Hintergrund-Recherche zur europäischen Spitze suchen.

Gastbeiträge

Try nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Rugby-/Sevens-Praxis geschrieben hat — Spieltag-Bericht, Tournament-Bilanz, Schiedsrichter-Reflexion, Trainings-Erklärstück, Vereins-Porträt, Regel-Anmerkung, Verbands-Politik-Analyse, Vergleichs-Studie — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Spielstand-Angabe mit Spieltag-Datum sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer mit konkreten World-Rugby-Law-Paragrafen statt mit „kontroverser Entscheidung" arbeitet, hat schon gewonnen.

Eine gute Rugby-Reflexion ist die, in der am Ende klar ist, welche Mannschaft mit welcher Strategie auf welche Schiedsrichter-Linie traf und welche Bilanz die Statistik zeigt. Wir nehmen die Disziplin ernst.